Ich stelle fest: Der Ausbau des Minicampers endet nie. Abends beim Wein am Campingplatz kommt oft die nächste „Schnapsidee“.

Ausziehbares Bett

Um das Bett noch komfortabler zu machen, haben wir den bestehenden Ausbau mit einem Schwerlastauszug modifiziert. Der ist für 220 kg ausgelegt, sodass die vorherigen Stützen wegfallen. Vorsichtig testen wir die Konstruktion: Das Hauptgestell des Bettes ist fest mit der Bodenplatte verschraubt, die wiederum an der Karosserie montiert ist. Zur Sicherheit fixieren wir das Bett zusätzlich mit Spanngurten an den Verzurrösen.

Der Rollrost wurde in zwei Teile geteilt und überzählige Latten entfernt. Die eine Hälfte ist am Aluprofil-Gestell, die andere am Schwerlastauszug verschraubt. Verschraubt sind nur die vorderste und hinterste Latte, damit nichts verrutscht. Ursprünglich sollte sich der Rollrost beim Ausziehen falten, doch das führte zum Verrutschen der Latten. Mit der jetzigen Lösung schiebt sich der vordere Teil einfach über den hinteren. Die 2 cm Höhendifferenz fallen bei der dicken Memory-Schaum-Matratze gar nicht auf.

Bett 190 x 120 cm
Gestell Aluminiumprofil 30×30 Nut 8 B-Typ von https://www.myaluprofil.de (Zuschnitt auf Maß inkl. Zubehör)
Auszug Schwerlastauszug mit Verriegelung (220 kg) von https://www.teleskopschienen24.de
Rollrost mit 23 extra stabilen Leisten aus massiven Buchenholz, belastbar bis ca. 280 kg Größe 120×200

Ein Video vom Umbau findest Du hier:

Dachhimmel und Seitenwände

Wir haben den Dachhimmel entfernt und ihn mit 9 mm Armaflex gedämmt (den Boden hatte ich schon vor 2 Jahren damit isoliert). Danach wurden Decke und Seitenwände mit Filz beklebt – mit Würth Kraftstoffsprühkleber Plus, den ich gleich mehrfach nachkaufen musste, da die Fläche größer war als gedacht. Der Wegfall des Dachhimmels bringt spürbar mehr Kopffreiheit, die Dämmung dämmt zudem Motorgeräusche deutlich. Der Filz schafft eine warme Atmosphäre im Fahrzeug und bietet trotzdem noch Platz für Magnete.

Regale und Schränke

Dank der neu gewonnenen Innenhöhe – vor allem durch den Wegfall des Dachhimmels – haben wir die Gelegenheit genutzt, die bestehenden Regale komplett neu zu bauen. Dieses Mal nicht offen, sondern mit stabilen Türen, die sich verriegeln lassen. Das sorgt nicht nur für ein aufgeräumteres Gesamtbild, sondern verhindert auch, dass beim Fahren irgendetwas herausfällt oder herumklappert – besonders bei unebenen Straßen ein großer Vorteil.

Die Regale selbst sind solide konstruiert: Unten wurden sie mit stabilen Winkeln an der Bodenplatte befestigt, die ihrerseits mit der Karosserie verschraubt ist. Oben gibt es eine zusätzliche Verbindung direkt zur Karosserie – dadurch sitzt alles bombenfest. Über dem Küchenmodul haben wir außerdem ein schmales Hängeregal angebracht, das komplett frei hängt und ausschließlich an der Karosserie befestigt ist. Trotz der leichten Konstruktion hält es sicher und bietet zusätzlichen Stauraum für Kleinteile oder Küchenutensilien.

Nach der ersten ausgedehnten Testfahrt können wir zufrieden feststellen: Kein Knarzen, kein Wackeln – alles bleibt an Ort und Stelle. Und vor allem: Endlich kein wildes Geklapper mehr im Innenraum.

Video-Roomtour

Fotogalerie

Views: 4.160
Teile diesen Beitrag