Eine Küche misst man nicht in Metern, sondern in Momenten.
Hier möchte ich euch einen Blick in unsere kleine Wohnmobilküche schenken – einen Ort, der zwar kaum mehr als eine Armlänge misst, aber voller kleiner Ideen steckt, die das Kochen unterwegs zu einem stillen Vergnügen machen.
Am Anfang steht die Küche selbst. Klein, entschleunigt, immer bereit für den nächsten Kaffee, die nächste spontane Mahlzeit, den Duft einer warmen Suppe an regnerischen Abenden. In den folgenden Abschnitten erzähle ich euch von den kleinen Dingen, die diesen winzigen Raum zu unserem verlässlichen Reisegefährten machen.
Unser Wasserhahn hat inzwischen einen schwenkbaren Arm bekommen – eine Kleinigkeit, die den Alltag erstaunlich erleichtert. Und ein kleines Sieb wacht darüber, dass keine Essensreste dorthin wandern, wo sie nicht hingehören. Unspektakulär vielleicht, aber im täglichen Gebrauch ein Segen.
Am Fenster hängen Duschablagen, die sich auf unseren Reisen in Gewürzregale verwandelt haben. In leichten Weißblechdosen lagern Kurkuma, Zimt, Paprika und all die anderen Aromen, die unsere Gerichte unterwegs begleiten. Früher hatten wir dekorative Glasbehälter – schön anzusehen, aber weniger freundlich zu einer Küche, die sich mit uns bewegt und das Gewicht eine Rolle spielt.
Da mir Gewürze ein Stück Zuhause geben, habe ich im Schrank ein kleines Extraregal eingebaut. Daneben stehen luftdichte Vorratsdosen, die leise versprechen, ihre Schätze lange frisch zu halten.
An unserem Magnetboard hängen ein paar unscheinbare Helfer: ein Flaschenöffner, eine winzige Wasserwaage, ein paar Haken. Es sind jene Dinge, die man nie sucht, weil sie dort warten, wo sie gebraucht werden.
Über der Arbeitsfläche schaukelt eine kleine Hängematte. Dort liegen Äpfel und Zitronen wie Passagiere, die sich während der Fahrt kurz ausruhen. Ein Brotkorb aus Kork ist unser leichter Begleiter, und ein paar weitere Körbe nehmen alle mit, die nicht in den Kühlschrank wollen: Zwiebeln, Kartoffeln, manchmal auch ein Avocado-Paar, das noch etwas Zeit braucht.
Unser Gasherd ruht unter einer Filzmatte, die eigentlich einmal ein Platzset war. Oft liegt dort auch die Abtropfmatte – ein vertrautes Bild in unserem mobilen Alltag.
Und dann ist da unser Kaffeevollautomat … ein Stückchen Luxus, das sich wie ein Morgenritual anfühlt. Manchmal bedienen wir ihn sogar direkt vom Hubbett aus – ein stilles Lächeln wert. Wenn es eng wird, hilft ein kleiner Klapptisch.
Ordnung unterwegs bedeutet auch, dem Müll einen Platz zu geben. Ein Klappmülleimer hängt meist an der Schranktür und wandert bei Bedarf auf den Boden. Für Biomüll nutzen wir einen kleinen, dicht schließenden Beutel, der uns unangenehme Gerüche erspart. Ein kompostierbarer Beutel darin hilft, unterwegs ein wenig umweltfreundlicher zu bleiben.
In der Heckgarage wartet ein größerer, wasserdichter Beutel auf Plastik, Glas und Metall – unser kleiner Beitrag zur Mülltrennung auf Reisen.
In das runde Spülbecken passt eine Faltschüssel, die sich wie ein Origami entfaltet. Oder die hölzerne Spülenabdeckung von „das Brettchen“, die die Arbeitsfläche erweitert und der Küche einen Hauch Wohnlichkeit schenkt.
Und nun: werfen wir gemeinsam einen Blick in die Schränke …























