Wir sind an unserem Startpunkt in den Masuren angekommen. Zahlreiche Baustellen auf der Strecke machten die Fahrt anstrengend und gegen Ende meinte Aria, es wäre genug und Zeit, den ruhigen (trotz zentraler Lage) Campingplatz Nr. 61 (Panieńska 14, 82-300 Elbląg) zu erkunden. An der Schleppleine wird die nähere Umgebung erforscht, während wir unser Abendessen genießen.
Am nächsten Tag spazieren wir nach dem Frühstück vom Campingplatz in die Altstadt und schlendern durch die Fußgängerzone. Eine wunderschöne und saubere Stadt mit gut erhaltenen oder renovierten Häusern, der Nikolaikirche und dem alten Stadttor ist definitiv einen Besuch wert. Beim Zusammenpacken wickel ich mir das neue um den Kopf, perfekt um einen kühlen Kopf zu bewahren.
Erster Stopp in den Masuren
Unser erster gemeinsamer Tag als Gruppe beginnt mit einer kleinen Teilung: Einige hatten bereits am Vortag die Gelegenheit genutzt, Elbląg zu erkunden, und gönnen sich nun eine Bootstour über die berühmten „Rollberge“ – ein technisches Meisterwerk des Oberländischen Kanals, bei dem Boote nicht nur über Wasser, sondern auch über Schienen und Wiesen transportiert werden. Ein eigenartiger, aber faszinierender Anblick, der einem fast wie Magie vorkommt. Der Rest der Gruppe entschließt sich später am Tag zu einem gemütlichen Spaziergang durch Elbląg.
Die Stadt selbst, eine der ältesten in Polen, überrascht mit ihrer bewegten Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, wurde die Altstadt in den letzten Jahrzehnten liebevoll wiederaufgebaut. Heute flaniert man durch Gassen mit Backsteinbauten, die mal historisch wirken, mal modern interpretiert sind – ein lebendiges Mosaik, das Altes und Neues verbindet. Besonders eindrucksvoll: die Nikolaikirche mit ihrem markanten Turm, der über die Dächer der Stadt wacht.Gerade als wir uns auf den Weg machen wollen, öffnet der Himmel jedoch seine Schleusen. Der Regen prasselt so heftig herunter, dass wir nach einem nassen Spaziergang durch die Stadt (die Hunde ertragen tapfer das Wasser von oben) kurzerhand das Programm ändern und uns in die Wohnmobile zurückziehen. Dort wird improvisiert: Kuchen gebacken, Kaffee gekocht – und schon bald zieht ein süßer Duft durch die kleine Wagenburg. Im Unterstand des Campingplatzes kommen wir schließlich alle zusammen, bei Kaffee und Kuchen, trocken und in bester Stimmung.
Der Regen bleibt uns treu, aber am Abend heitern uns Limoncello und Eierlikör auf – begleitet von herzlichem Lachen und dem Austausch der Eindrücke des Tages. Schließlich wagen wir uns, der Regen hat aufgehört, doch noch einmal hinaus. Ein kurzer Spaziergang führt uns in die Nacht hinein, wo Elbląg in sanftes Licht getaucht ist. Die Straßen glänzen vom Regen, die Laternen spiegeln sich in den Pfützen, und die Stadt wirkte fast ein wenig verträumt. Ein schöner, stimmungsvoller Abschluss unseres ersten Tages.













































