
Der erste Advent trägt bei uns im Ort diesen ganz besonderen Zauber, den nur ein kleiner, gemütlich leuchtender Weihnachtsmarkt entfalten kann. Gemeinsam wärmen wir unsere Hände an einem Becher Glühwein, während wir an den Ständen entlangschlendern und die liebevoll gefertigte Handwerkskunst bewundern.
Am 1. Dezember öffnen wir die ersten Türchen im Adventskalender, kleine Vorboten der festlichen Zeit. Für mich beginnt zugleich eine kleine Reise: Die Weihnachtsfeier meiner Firma führt mich nach Puchheim bei München. Am Abend treffe ich mich in Pasing mit lieben Freundinnen, ehemaligen Kolleginnen. Ein Jahr liegt zwischen unserem letzten Wiedersehen, und dennoch knüpfen wir mühelos an – als wäre keine Zeit vergangen. Vieles haben wir über unseren Chat geteilt, doch das persönliche Lachen, die Umarmungen, das ehrliche „Wie geht’s dir wirklich?“ – das alles lässt sich nicht digital ersetzen.

Am nächsten Tag geht es in die Firma, und ich freue mich auf vertraute Gesichter, auf kurze Gespräche zwischen den Schreibtischen, auf dieses Gefühl, wieder Teil der Gemeinschaft zu sein. Am Spätnachmittag führt uns der Weg nach München. Ein Glühwein wärmt uns, bevor wir in eine schaurig-spannende Stadtführung eintauchen. Das mittelalterliche München öffnet seine dunklen Geheimnisse, und der Erzähler webt sie so lebendig, dass uns Kälte und Gänsehaut gleichermaßen überlaufen. Wir staunen, lachen, erschrecken – und nehmen Geschichten mit, die noch lange nachhallen. Der Abend endet genussvoll bei einem gemeinsamen Essen, erfüllt von Gesprächen und festlicher Stimmung.
Schon am nächsten Tag heißt es wieder Abschied nehmen. Die Zugfahrt – wie schon die Hinfahrt – verläuft alles andere als reibungslos, und doch erreiche ich entspannt mein Zuhause. Dort warten mein Mann sowie Aria und Roxi auf mich – ein vertrauter Empfang, der mich sofort ankommen lässt.
So bleiben diese Tage für mich ein kleiner Schatz: ein Ausflug in meine alte Heimat, erfüllt von Wiedersehen, Herzensmomenten und dem Zauber der Vorweihnachtszeit.









