Die erste Version aus Holz
Mein erstes Bett im Minicamper war ein echter Klassiker – komplett aus Holz, massiv und vor allem: schwer wie ein Baumstamm.
Zeit für ein Upgrade: Modular und leicht mit Aluprofilen
Nach einigen Überlegungen (und Muskelkater vom Holzschleppen) stand fest: Es muss leichter, flexibler und cleverer werden. Also habe ich mich an eine modulare Bettkonstruktion mit Aluprofilen gewagt. Dabei war mir wichtig, dass ich die Rücksitze nicht rausschmeißen muss – schließlich will ich ja nicht ständig mein Auto in einen Campingvan verwandeln, sondern es auch mal flott als Fünfsitzer fahren.
Das Ergebnis? Ein Bett, das sich wie ein Chamäleon verwandeln lässt:
- Doppelbett für ausgedehnte Nächte zu zweit
- Einzelbett, wenn’s mal alleine sein soll
- Oder einfach als Kofferraumablage für die ganze Ausrüstung
Je nachdem, was gerade gebraucht wird, tausche ich einfach die passenden Bretter und Aluprofile aus. Genial, oder?

Technik und Details
Der Rahmen und die Füße sind aus robusten 30×30 und 30×60 mm Aluprofilen mit Nut8 gefertigt – stabil, aber trotzdem leicht. Die Höhe von 615 mm sorgt dafür, dass genug Stauraum darunter bleibt. Der vordere Teil des Bettes liegt auf den Lehnen von Fahrer- und Beifahrersitz auf, hat vorne nur einen Fuß – clever konstruiert, damit nichts wackelt.
Hier eine Zeichnung, nach der ich gearbeitet habe:

Die Siebdruckplatten (12 mm stark) sind passgenau zugeschnitten: Die hinteren Platten ragen seitlich etwas über, um jeden Zentimeter Stauraum zu nutzen, die vorderen schließen bündig mit dem Rahmen ab. Befestigt sind sie mit Hammermuttern, damit ich jederzeit Änderungen vornehmen kann, ohne zu bohren oder zu schrauben.
Extra Stabilität mit Airline-Schienen
Damit das Bett bombenfest im Auto sitzt, habe ich Airline-Schienen verbaut. Die erfüllen gleich zwei Zwecke: Sie verbinden die Konstruktion sicher mit dem Auto, und ich kann damit auch meine Tauchausrüstung (Tauchflaschen & Co.) verzurren. Zusätzlich sichern Spanngurte das Gestell.

Kosten und Komfort
Für alles zusammen habe ich rund 230 Euro für Aluprofile, Winkel, Hammermuttern und Schrauben ausgegeben. Die Siebdruckplatten haben mich weitere 75 Euro gekostet. Für die Nachtruhe sorgt eine 9 cm dicke Klappmatratze (120×195 cm), die gemütlich und bequem ist – selbst ich kann darin ohne Probleme schlafen (obwohl das mit 55 cm bis zur Decke erstmal eng klingt). Ein bisschen Höhlenfeeling inklusive – perfekt für Camper-Romantik!

Spoiler: die finale Version
Das Bett in Version 2.0 war schon ein großer Schritt nach vorne – doch das wahre Meisterwerk kam mit Version 3.0 und 3.1: Das Bett erstreckt sich jetzt über die Vordersitze und schafft hinter sich Platz für eine vollwertige Küche, Regale und sogar die Tauchausrüstung. Das Beste: Die Aluprofile und die Siebdruckplatten von Version 2 konnte ich problemlos wiederverwenden. Nachhaltig, praktisch und gemütlich – so macht Camping Spaß!

















